Briefmarke Rehabilitation in der DDR von 1979

Digitale Ausstellung: Stiftung Drachensee mit dem Institut für Inklusive Bildung

Digitale Ausstellung/Erstellung von Open Educational Ressources: Stiftung Drachensee mit dem Institut für Inklusive Bildung Kiel

Die Stiftung Drachensee ist in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Inklusive Bildung für die Erstellung einer digitalen Ausstellung zuständig, bei welcher es um die Vermittlung der in der Forschung erlangten Erkenntnisse des Projekts gehen soll. Trotz der steigenden Zahl von Forschungen in der Disability History sind Ansätze zur Vermittlung dieser rar. Auf theoretischer Ebene wird in dem Teilprojekt die Frage diskutiert, wie Disability History für das historische Lernen fruchtbar gemacht werden kann.

Einige der in den Teilprojekten „Familien mit behinderten Kindern“, „Mediale Inszenierung von Behinderung“ und „Mobilitätstechnik und gebaute Umwelt“ erfassten Quellen werden prozessbegleitend in die bereits vorliegende digitale Quellenedition zur Geschichte der Menschen mit Behinderungen integriert und kommentiert. In Kooperation mit der Stiftung Drachensee wird der fokussierte Aufbau des Subportals Menschen mit Behinderungen in der DDR als digitale Ausstellung mit didaktisch aufbereitetem Begleitmaterial erfolgen. Hier sind neben verschiedenen Workshops der Projektbeteiligten, welche nach den Prinzipien inklusiven Forschens gestaltet sind, Projektseminare mit Studierenden der CAU geplant, in welchen die Begleitmaterialien konzipiert werden. In diesen Seminaren sollen flankierend zur Eigenleistung der Professur für Didaktik der Geschichte auch schulformspezifische Lernmedien entstehen. Neben der digitalen Verbreitung der Forschungsergebnisse sollen speziell für die Zielgruppe ‚Menschen mit Behinderungen‘ auch Workshops und Vorträge etwa in Einrichtungen der Behindertenhilfe in verschiedenen Regionen Deutschlands durch die Bildungsfachkräfte des Instituts für Inklusive Bildung Kiel erfolgen.

Darüber hinaus soll die Quellenedition um eine Unterseite ergänzt werden, bei der die in den verschiedenen Teilprojekten gewonnenen Erkenntnisse für den schulischen und den universitären Geschichtsunterricht aufbereitet werden. Die so entstehenden Materialien sollen als Open Educational Ressources Bildungsträgern frei zur Verfügung stehen. Um dem Anspruch gerecht zu werden, auch Menschen mit Behinderungen an den Forschungsergebnissen teilhaben zu lassen, sollen die Unterrichtsmaterialen noch weiter hinsichtlich der adressierten Personengruppen differenziert werden, zum Beispiel über Leichte Sprache. Das Projekt verfolgt daher in Zusammenarbeit mit der Stiftung Drachensee das innovative Ziel, zusammen mit Menschen mit Behinderungen, die in einer weltweit bislang einmaligen Initiative vom Institut für Inklusive Bildung zu Bildungsfachkräften qualifiziert wurden, geschichtswissenschaftlich erarbeitete Inhalte in einem inklusiven Rahmen für die Öffentlichkeit aufzubereiten.

Dieses Projekt wird von Dr. Isabell Paulick, unter der Leitung von Dr. Jan Wulf-Schnabel durchgeführt.